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Auf dem parkähnlichen Gelände der Diakonie in Traunreut wurde das neue Therapiegebäude für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen errichtet.
Das weiße Gebäude strahlt selbstbewusst zwischen den Bäumen hervor. Durch die gemäldeartigen Felder aus Kellenwurfputz und die abgesetzten Mittelpfosten der Fenster wird die dreigeschossige Südseite zur Schaufassade. Eine zurückversetzte Attika aus blankem Aluminium und die fein abgesetzte Sockellinie verleihen dem Gebäude Leichtigkeit. Die langen Seitenfassaden mit ihren Vor- und Rücksprüngen bilden reiche räumliche Figuren, die das Gebäude in jede Richtung anders in die Umgebung wirken lassen. Im Norden fügt es sich mit zwei Geschossen in die bestehende Bebauung ein und bildet einen Platz für den Hol- und Bringverkehr der Tagesstätte.
Im Inneren werden aus vielseitigen Therapieräumen, Gruppenräumen, Büroräumen und Nebenräumen unterschiedlich große Raumgruppen gebildet. Die Raumgruppen setzen sich wiederum mit Vor- und Rücksprüngen ab, die dadurch entstehenden Zwischenräumen können kreativ neben ihrer Funktion als Verkehrsflächen auch für Kommunikation, Spiel oder Pausen genutzt werden. Das Motiv der Gemäldefelder der Fassade findet sich dabei an diesen Treffpunkten als Farbfeld auf dem Boden wieder.
Es war uns wichtig, die Kinder und Jugendlichen, die das Gebäude nutzen werden, in ihrer Persönlichkeit ernst zu nehmen und ihnen eine würdevolle und ästhetische Umgebung zu errichten, die einen heilenden Einfluss auf ihre innere Welt ausüben kann. Trotz des beschränkten Budgets kann das Gebäude allein mit der Sprache der Geometrie und bescheidenen Materialien einen reichhaltigen Raumeindruck erzeugen.
Konstruktiv besteht das sehr energieeffiziente Gebäude aus 49cm starken ungefüllten monolithischen Ziegelwänden mit rein mine-ralischem Putz. Die Materialien sind auf sehr lange Lebensdauern ausgelegt und können über die gesamte Nutzungsdauer immer wieder aufgearbeitet werden. Zusammen mit dem kompakten Baukörper ohne Kellergeschoss und den effizienten Grundrissen ist es gelungen, die Baukosten im Rahmen zu halten, besonders wenn man sie auf die geplante Nutzungsdauer rechnet.
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In Zusammenarbeit mit Weig Architekten
Foto Copyright Seraina Wirz, im Video Putzmeister von Maschinenputz Kaiser



































Thedestraße 2, 22767 Hamburg
Thedestraße 2, 22767 Hamburg
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